About The European Cell and Tissue Bank (ECTB)


Die Österreichische Gewebebank gemeinnütziger Verein (ÖGGV) tritt im internationalen Raum unter dem Synonym European Cell and Tissue Bank (ECTB) auf und hat ihren Sitz in der Bernadingasse 12, 4600 Wels, Österreich.

Die ÖGGV ist eine Entnahmeeinrichtung und Gewebebank gemäss Österreichischem Gewebesicherheitsgesetz (entsprechend einem Tissue Establishment gemäss EU Directive) und arbeitet als gemeinnützige Organisation non-profit orientiert. Die ÖGGV ist ein rechtlich und wirtschaftlich selbständiger gemeinnütziger Verein, der dem österreichischen Vereinsgesetz unterliegt. Sie verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

Wesentliches Ziel der ÖGGV ist die Versorgung von Krankenanstalten mit qualitativ hochwertigen Gewebepräparaten mit höchstmöglicher Produktsicherheit für den Patienten sowie bestmöglicher Anwendbarkeit für den Arzt.

Ihre Tätigkeiten umfassen insbesondere die Entnahme, Lagerung, Verarbeitung und Verteilung von Knochen-Gewebetransplantaten zum Zweck der Implantation sowie die Entwicklung von neuen Verfahren zur Prozessierung von Gewebetransplantaten für innovative humanmedizinische Anwendungen.

Teile der oben genannten Tätigkeiten werden aus logistischen und wirtschaftlichen Gründen an kompetente und behördlich zertifizierte Vertragspartner ausgelagert. Der wichtigste Vertragspartner ist derzeit  die Firma igoR (Institut für Gewebe- und Organrekonstruktion) mit Sitz in Wels.

Die Gewebeentnahme und Abnahme von serologischen und mikrobiologiuschen Proben erfolgt durch die ÖGGV mit mobilen Entnahmeteams in Vertragskliniken. Das entnommene Gewebe wird zu Vertragspartner igoR transportiert und dort bei -80°C in einem Quarantänelager zwischengelagert. Die entnommenen serologischen und mikrobiologischen Proben werden von einem qualifizierten Labor untersucht und ausgewertet. Eine interne Freigabe des Gewebes zur Prozessierung erfolgt durch die ÖGGV und bedingt die Umlagerung des Gewebes aus dem Quarantänelager in das Lager für freigegebene Rohstoffe. Die muskoskeletalen Gewebe stehen dann abrufbereit für die Prozessierung bereit. Die Prozessierung der Allografts erfolgt seit 2018 ebenfalls bei unserem Vertragspartner IGOR und umfasst eine mechanische Grundreinigung und Formgebung gefolgt von einem Reinigungsprozess mit superkritischem CO2, Trocknung, Verpackung und Kennzeichnung sowie einer terminalen Strahlensterilisierung. Eine Zwischenlagerung des Endproduktes bis zur Chargen- und schließlich Marktfreigabe durch die ÖGGV erfolgt durch die Firma igoR im Sperrlager. Nach einer positiven Marktfreigabe wird das Endprodukt ins Freigabelager umgelagert und schließlich in Verkehr gebracht und entweder an Letztverbraucher (Krankenhäuser, Ärzte) oder an andere Gewebebanken abgegeben.

Ferner kooperiert die ÖGGV mit anderen Gewebeeinrichtungen in der EU um Ressourcen und Synergien optimal zu nutzen und Erfahrungen auszutauschen.